Tischler-Innung Westerwaldkreis

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Tischler-Innung Westerwaldkreis
Aktuelles






Große Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Westerwaldkreis

 Wenn Gesellenbriefe an Junghandwerkerinnen und Junghandwerker übergeben werden, dann ist das nicht nur ein Grund zur Freude für diejenigen, die sie erhalten. Es ist zugleich auch die Freude all derer, die die jungen Menschen auf dem Weg zum erfolgreichen Berufsabschluss begleitet haben.

 Natürlich ist es auch ein Grund zu feiern! Dies tat die Tischler-Innung Westerwaldkreis in diesem Jahr im Keramikmuseum des Westerwaldkreises in Höhr-Grenzhausen und lud hierzu neben den Gesellen als Hauptakteure des Tages auch zahlreiche Ehrengäste ein.

 In seiner Eröffnungsrede dankte Siegfried Schmidt, Obermeister der Tischler-Innung, den anwesenden Fest- und Ehrengästen für das Erscheinen und gratulierte zugleich den neuen Kollegen für die bestandene Gesellenprüfung. „Der Gesellenbrief, den ihr gleich erhalten werdet, ist daher kein Geschenk. Dieses Zertifikat ist der Beweis dafür, dass ihr konsequent und diszipliniert auf dieses Ziel hingearbeitet habt.“ Schmidt weiter: „Was oft so leicht und mühelos aussieht, ist das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung. Für unser Handwerk und das Handwerk allgemein, ist es heute von großer Bedeutung, gut ausgebildete junge Gesellinnen und Gesellen einstellen zu können.“ Rolf Wanja, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald ermutigte die jungen Kollegen, „am Ball“ zu bleiben und die zahlreichen Weiterbildungsangebote im Handwerk zu nutzen. Dr. Tanja Machalet (MdL) dankte den Ausbildungsbetrieben für ihren Einsatz, jungen Menschen eine fundierte Ausbildung zu gewährleisten.

 Daran anschließend erfolgte die Verleihung der Gesellenbriefe durch Obermeister Schmidt und Peter Aller, Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Die prüfungsbesten Absolventen

 Tobias Kurz aus Langenhahn (Ausbildungsbetrieb Wünsche GmbH, Nistertal); Till Heine, Ruppach-Goldhausen (Rainer Schmidt, Tischlerei, Wirges) und Esther Römpler, Hillscheid (Patrick Flügel, Flügel Objekteinrichtungen, Girod) erhielten ein Präsent für ihre hervorragenden Leistungen.

 Für die diesjährige beste Zwischenprüfung wurde Leander Künkler, Rennerod (Ausbildungsbetrieb Andreas Künkler, Tischlermeister, Rennerod) eine Urkunde übergeben.

Im Leistungswettbewerb „Die Gute Form“ erhielten Till Heine, Ruppach-Goldhausen (Rainer Schmidt, Tischlerei, Wirges); Tobias Kurz, Langenhahn (Wünsche GmbH, Nistertal) sowie Lars Müller, Gehlert (Markus Windhagen, Tischlermeister, Hachenburg) eine Belobigung.

 



Tischler-Innungen führten gemeinsame Versammlung durch

Interessante Vorträge und Fachthemen sowie konstruktive Diskussionen standen im Mittelpunkt der diesjährigen, gemeinsamen Innungsversammlung der Tischler-Innungen aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald, die in der Aula der David-Roentgen-Schule Neuwied stattfand. Obermeister Norbert Dinter (Innung Neuwied) begrüßte die Mitglieder auch im Namen seiner Kollegen im Amt, Wolfgang Becker (Innung Altenkirchen) und Siegfried Schmidt (Innung Westerwaldkreis) und dankte für das Erscheinen. Den Grußworten schloss sich auch Markus Wunsch, stellvertretender Schulleiter der David-Roentgen-Schule Neuwied, an.

Internet – Fluch und Segen

Sozial Media, Internetshopping, Wissensportal etc. Die Bandbreite des Nutzens und der vielfältigen Möglichkeiten des Internets ist überwältigend. Die Zahlen sprechen für sich –nahezu 90 % der deutschen Bevölkerung nutzt das Internet. Dass damit verbunden auch kriminelle Handlungen einhergehen, ist sicherlich auch vielen Internetnutzern bekannt. Auswirkungen der Internetkriminalität und wie man sich davor schützen kann, war Thema von Hauptkommissar Thomas Budday von der Polizeiinspektion Koblenz, Zentrale Prävention. Budday ging in seinem Vortrag auf wesentlichen Bereiche wie Identitätsdiebstahl (Phishing), Datendiebstahl durch Social Engineering, Digitale Erpressung oder gar die Infizierung des vom Anwender genutzten Computers ein.

 Auch das Thema Ausbildung wurde sehr umfangreich erörtert und besprochen. Zu Beginn stellte Jürgen Stein von der Handwerkskammer Koblenz die Maßnahme „Ausbildungsabbrüche vermeiden“ vor. Mathias Hermann und Udo Anders vom Prüfungsausschuss der Innung Neuwied, stellten das „Hamburger Modell“ vor. Im Anschluss standen die Referenten den Versammlungsteilnehmern für weitere Fragen zur Verfügung.  Bevor Dinter die Innungsversammlung mit dem Dank an alle Teilnehmer schloss, erfolgte die einstimmige Abstimmung über Jahresrechnung und Haushaltsplan.







Fenster- und Türen-Recycling: Ein großer Dienst für die Umwelt

Das Thema Recycling gehört heute in Sachen Umweltschutz nicht nur zum guten Ton, sondern stellt auch eine Verpflichtung gegenüber den nachfolgenden Generationen dar. Das gilt auch für Fenster und Türen: Weggeworfen wird hier am Ende der Nutzungszeit so gut wie nichts, denn jeder Bestandteil ist wertvoll und kann nach einer entsprechenden Aufarbeitung wiederverwertet werden.

Fenster und Türen bestehen aus den unterschiedlichsten, angesichts endlicher Ressourcen sehr wertvollen Materialien: Aus Kunststoff, Holz und Metall und natürlich aus Glas. Alle diese Stoffe lassen sich auf die eine oder andere Art recyceln. Kunststoff wird zum Beispiel in einem geschlossenen Wertstoffkreislauf in mehreren Schritten auf Millimetergröße zerkleinert, nahezu vollautomatisch sortiert, gereinigt und aufbereitet. Das Endprodukt ist ein sortenreines und hochwertiges Kunststoff-Granulat, das für neue Fenster und Türen und auch für Bauprofile verwendet werden kann.

Einen anderen Weg geht das Holz alter Holz- und Holz-/Metallfenster: Das Naturmaterial ist nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz ein CO2-neutraler Energieträger, der in modernen Biomasse-Heizkraftwerken zur effizienten Energieerzeugung eingesetzt werden kann. Holz macht etwa zwei Drittel des Fensters aus, das Recycling erfolgt durch spezialisierte Altholz-Verwertungsunternehmen. Es wird geschätzt, dass die so genannten End-of-Life-Holztüren und -fenster in Deutschland zumeist der Verbrennung mit Energierückgewinnung zugeführt werden.

Metallteile wie Rahmen oder Beschläge werden zerkleinert, sortiert, gereinigt und eingeschmolzen. Aus dem so wiedergewonnenen Rohstoff entstehen dann neue Fenster- und Türenbestandteile sowie Bauprofile. Dabei geht Aluminium – wie Kunststoff auch – den Weg des geschlossenen Wertstoffkreislaufes. So werden wiederverwertbare Bauteile eingesammelt, aufbereitet und dem Schmelzbetrieb wieder zugeführt, um neue Fensterprofile herzustellen. Dafür wird das Alt-Aluminium geschreddert und von Fremdmaterialien getrennt. Danach wird es in Schmelzwerken eingeschmolzen und zu Pressbolzen gegossen, die von hervorragender stofflicher Qualität sind. Und auch das Glas geht nicht verloren: Daraus entstehen neue Fenstergläser oder Glasbauteile, die ebenfalls im Hausbau Verwendung finden. Man sieht also: Verschwendet wird im Fenster- und Türenbau nichts. Selbst nach Jahrzehnten des Gebrauchs finden die vielen Bestandteile eine neue Bestimmung und schonen so die ohnehin knappen Ressourcen der Erde.

Quelle:  tischler-schreiner.de



Das neue Verpackungsgesetz

Am 1. Januar 2019 tritt das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen (Verpackungsgesetz - kurz: VerpackG) in Kraft und löst die bisher geltende Verpackungsverordnung ab. Ziele des neuen Gesetzes sind, dass Recycling von Verpackungsabfällen weiter zu steigern, mehr Transparenz zu schaffen und damit auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zu sichern.

Für welche Handwerksbetriebe gilt das neue Verpackungsgesetz? Wann treten die neuen Regelungen in Kraft?

Alle Handwerksbetriebe, die Waren verpacken und an Dritte weitergeben, fallen unter den Regelungsbereich des Verpackungsgesetzes.

Weitere Infos hier:

Quelle:  zdh.de

 


 

Thomas Radermacher wird neuer TSD-Präsident

Auf der Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes des Tischler- und Schreinerhandwerks haben die Delegierten am 30. November in Berlin Thomas Radermacher zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.

Radermacher folgt auf Konrad Steininger, der nach 15 Jahren im Präsidium – zunächst als Vize-Präsident und seit 2010 als Präsident – nicht mehr zur Wahl angetreten war. In die Ära Steininger fiel unter anderem die grundlegende Modernisierung der Innungsorganisation, im Zuge derer gleich mehrere Meilensteine zur Zukunftssicherung der Branche erreicht wurden. Thomas Radermacher will an diesen erfolgreichen Weg anknüpfen und neben Errungenschaften wie der Branchenmarke Tischler Schreiner Deutschland, dem professionalisierten Nachwuchsmarketing durch die TSD-Nachwuchskampagne, dem Auf- und Ausbau der fundierten TSD-Fachliteratur-Reihe sowie der Umsetzung verbändeübergreifender digitaler Serviceleistungen insbesondere die Bereiche Technik und Normung, die politische Vernetzung und die finanzielle Ausstattung weiter ausbauen.

Der 57-jährige Tischlermeister und öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige aus Meckenheim bei Bonn brennt für sein Handwerk: "Mein Beruf ist meine Leidenschaft", nennt er sein Kredo in Berlin. Auch deshalb schätzt er die Arbeit seines Vorgängers und sieht den Bundesinnungsverband sehr gut aufgestellt. Kontinuität bedeutet für Radermacher aber auch kontinuierliche Weiterentwicklung: "Die Sichtbarkeit unserer Organisation nach innen und außen weiter zu erhöhen" und Kompetenzen zu bündeln, seien dabei zwei wichtige Ziele für die kommende Amtszeit.

ZDH-Präsident gratuliert persönlich und wertschätzt Zusammenarbeit

Neben Thomas Radermacher wählten die Delegierten Heino Fischer (Schleswig-Holstein) und Stefan Zock (Rheinland-Pfalz) zu ihren neuen Vizepräsidenten. Außerdem wurden Karl-Friedrich Hodapp (Saarland), Wolfgang Pflücke (Baden-Württemberg), Mario Schmidt (Mecklenburg-Vorpommern) und Matthias Winter (Niedersachsen/Bremen) ins Präsidium gewählt. Mit einem persönlichen Grußwort schloss sich auch ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer den Glückwünschen sowie den fünf Dankesreden für die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder an und bekräftigte den Stellenwert und die Bedeutung der Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks als wichtigen Mitstreiter für die Interessen des deutschen Handwerks.

Um die Belange der Branche ging es in den anschließenden Sachdiskussionen. Dabei positionierte sich Tischler Schreiner Deutschland unter anderem nachdrücklich zur Mindestausbildungsvergütung und zur Reform des Berufsbildungsgesetzes. Die Mindestausbildungsvergütung lehnt die Branchenvertretung als nicht zu akzeptierenden Eingriff in die Tarifautonomie ab. Bei der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes setzt sich Tischler Schreiner Deutschland gegen die Abwertung des Meisterbegriffs durch akademische Wortspiele zur Wehr. Im Klartext: "Der Begriff 'Berufsbachelor' könnte den Meistertitel im Sinne von Vergleichbarkeit und akademischer Entsprechung ergänzen, aber sicherlich nicht ersetzen oder verdrängen", wird TSD-Präsident Thomas Radermacher deutlich.

Großer Dank und Ehrungen
Mit starken Emotionen, großer Dankbarkeit und Standing Ovations ehrten und verabschiedeten die Delegierten die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder für ihr herausragendes Engagement. Neben Konrad Steininger (Bayern) erhielten Heinz Pütz (NRW), Karlheinz Kramer (Sachsen), Reinhard Nau (Hessen) und Anton Gindele (Baden-Württemberg) in großer Anerkennung ihrer Leistungen die TSD-Ehrennadel in Gold. Konrad Steininger wurde außerdem zum TSD-Ehrenpräsidenten und Heinz Pütz zum TSD-Ehrenvizepräsidenten ernannt.

Quelle: tischler-schreiner.de 




Mängelhaftung: So wird’s fair

Zum 1. Januar 2018 tritt die von Tischlern und Schreinern langersehnte Reform der Mängelhaftung in Kraft. Wenn Handwerker einen Werkvertrag mit Verbrauchern geschlossen und die für den Auftrag verwendeten Materialien selbst eingekauft haben, haftet im Gewährleistungsfall der Lieferant sowohl für die Materialkosten als auch für die Ein- und Ausbaukosten.

"Damit unsere Tischler und Schreiner allerdings wirklich zu ihrem Recht kommen, müssen sie sich gegen unfaire AGB ihrer Lieferanten zur Wehr setzen", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner. So hatte der Gesetzgeber – entgegen der Empfehlung aus dem Handwerk – darauf verzichtet, die neuen Regeln AGB-fest zu gestalten, und damit zugelassen, dass Lieferanten die Haftung in ihren Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) ausschließen können.

Tischler Schreiner Deutschland empfiehlt daher seinen Mitgliedsbetrieben, nur solche Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu verwenden, die dem Haftungsausschluss widersprechen. Denn bei widerstreitenden AGB geht die Rechtsprechung davon aus, dass weder die eine noch die andere gilt, sondern die gesetzliche Regelung eintritt. "Das ist zwar ein kleiner Umweg zum angestammten Recht für unsere Tischler und Schreiner, doch immer noch besser als eine langwierige juristische Auseinandersetzung im Gewährleistungsfall", sagt Martin Paukner.

"Fairer Handwerkspartner"
Mit der Initiative "Fairer Handwerkspartner" geht die Innungsorganisation noch einen Schritt weiter und fragt Lieferanten des Gewerks, wie sie ab dem kommenden Jahr verfahren werden. "Unser Ziel ist, die Angelegenheit im Konsens zu regeln", erklärt Paukner, der aber auch klarstellt: "Wir können natürlich nur die Unternehmen als faire Handwerkspartner auf unseren Internetseiten veröffentlichen, die bereit sind, auf die ungerechte Abänderung der gesetzlichen Vorschrift in ihren AGB zu verzichten."

Die Initiative befindet sich gegenwärtig in der Vorbereitung und startet in Kürze.

Quelle: tischler-schreiner.de





Ziel: Die Null-Prozess-Quote

Komplexität reduzieren, Transparenz schaffen, Gerichtsprozesse vermeiden; mit diesen Zielen hatte Tischler Schreiner Deutschland im Zuge der Verbändeallianz der Ausbaugewerke mit den Trägern der SOKA-Bau verhandelt. Nun wurde eine Verbände­vereinbarung unterschrieben, die zukünftig den Umgang mit der Sozialkasse des Baugewerbes regelt und den Schutzschirm der Innungsorganisation für ihre Mitglieder verbessert.

Zentraler Baustein der Vereinbarung ist die Vereinheitlichung der Abgrenzungssystematik für alle betroffenen Gewerke: "Entscheidend für die Abgrenzung vom Baugewerbe ist für Tischler und Schreiner die 'Mitgliedschaft' und die 'Fachlichkeit'. Wobei die Fachlichkeit für Innungsmitglieder unwiderlegbar gegeben ist, wenn diese bis zum 30. Juni 2014 in die bundesweite Innungsorganisation eingetreten waren", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner die neue Regelung. Im Klartext: Alle Betriebe, die vor dem Stichtag Innungsmitglied waren, können von der SOKA-Bau zukünftig nicht mehr belangt werden.

Betriebe, die nach dem Stichtag Innungs­mitglied geworden sind, können nur in den Einflussbereich der SOKA-Bau fallen, wenn sie nicht von einem Tischler- oder Schreinermeister geführt werden und zugleich die Quote der im Betrieb beschäftigten Tischler/Schreiner einschließlich der Betriebs­inhaber unter 20 Prozent liegt. Treppenbaubetriebe müssen davon abweichend innerhalb von sechs Monaten in einem Kalenderjahr die 50-Prozent-Klausel erfüllen. "Gern hätten wir auch auf die Quotenregelung verzichtet, um die Abgrenzung transparenter zu gestalten", gibt Paukner zu. In jedem Fall werde man genau verfolgen, ob Mitgliedsbetriebe unter diese Regelung fallen, und sich im konkreten Einzelfall für die Betroffenen stark machen.

Von strategischem Vorteil …
… sei in jedem Fall die Stichtagsregelung, die für alle betroffenen Gewerke gelte und bei jeder zukünftigen Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen des Baugewerbes eine wichtige Rolle spiele. "Von dieser Vereinheitlichung werden wir bei der Abgrenzung zur Baubranche ebenso profitieren können wie von unserer neu geschaffenen Verbändeallianz der Ausbaugewerke", erklärt Paukner. Denn diese Allianz ziehe gemeinsam mit Tischler Schreiner Deutschland an einem Strang.

Entlastung im Streitfall
Bereits in der Präambel der Verbändeverein­barung verpflichten sich die Träger der SOKA-Bau, zukünftig im Konfliktfall immer die einvernehmliche Lösung zu suchen, und bekunden damit ihren Willen, juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden. In der Praxis sollen mit der Einführung der sogenannten Konsultationsverfahren Betriebe im Streitfall entlastet und die angestrebte "Null-Prozess-Quote" realisiert werden können. "Ich gehe davon aus, dass wir als Servicedienstleister das Thema SOKA-Bau auch in strittigen Fällen dauerhaft aus unseren Betrieben heraushalten können", sagt Paukner.

Selbst bei Grenzfällen, die so speziell seien, dass sie nicht unter die neue Abgrenzungssystematik fielen, sei der erste vertrauensvolle Ansprechpartner immer der eigene Landesfachverband, erklärt Paukner. So hätten sich die Träger der SOKA-Bau verpflichtet, zukünftig zuerst die Verbände zu konsultieren, um Streitfragen zu schlichten. "Es ging vor allem darum, Innungsbetriebe zu schützen und zu entlasten", sagt Paukner.

Weitere Verbesserungen
Wie detailliert die Verbändeallianz der Ausbau­gewerke das Thema angegangen ist, zeigen die weiteren Verbesserungen, die aus der Vereinbarung resultieren. So wird zukünftig nicht mehr die bloße Vermutung ausreichen, ob in einem Betrieb arbeitszeitlich überwiegend baugewerbliche Tätigkeiten verrichtet werden, sondern die SOKA-Bau soll dafür die Beweislast tragen.

Darüber hinaus hat sich die Sozialkasse verpflichtet, von ihrem bisherigen automatisierten Meldeverfahren zur Winterbauumlage an die Bundes­agentur für Arbeit Abstand zu nehmen. Dabei hatte Tischler Schreiner Deutschland stets argumentiert, dass Betriebe, die nicht SOKA-Bau-pflichtig seien, auch nicht unter die Winterbauumlage fielen. "Diese Baustelle ist hoffentlich ebenfalls erledigt und damit zahlreiche nervenaufreibende und zeitraubende Verfahren für unsere Betriebe", bestätigt Martin Paukner.

"Der doppelte Stress durch die unberechtigten Forderungen der Sozialkasse und der Bundesagentur für Arbeit hatte schon etwas von einem Spießrutenlaufen für unsere Betriebe."

Zumindest eine Randnotiz wert …
… ist die Bereitschaft der Träger der Sozial­kasse, dass man zukünftig sowohl die Rückwirkung von vier auf drei Jahre verkürzen als auch die Höhe der Verzugszinsen reduzieren wolle.

Abschließend soll die neue Praxis unter Leitung des Unternehmerverbandes des Deutschen Handwerks (UDH) nach zwei Jahren erneut überprüft werden; dann werde man auch sehen, ob Nach­verhandlungen nötig seien, so Paukner, der dem Prozess eine weitere positive Seite abgewinnen kann: "Dass die für Verhandlungen mit der SOKA-Bau ins Leben gerufene Verbändeallianz der Ausbaugewerke ihre erste harte Bewährungsprobe bestanden hat, ist ebenfalls ein Versprechen an die Zukunft."

Quelle: tischler-schreiner.de





Stefan Zock einstimmig gewählt

Stefan Zock wird zukünftig die Geschicke des hessischen und rheinland-pfälzischen Tischler- und Schreinerhandwerks leiten. Im Rahmen der konstituierenden Mitgliederversammlung des neuen Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz Mitte November wurde der 56-jährige Schreinermeister aus Longuich in geheimer Wahl einstimmig zum Präsidenten gewählt.

Die bereits im Juli mit überwältigender Mehrheit getroffene Entscheidung zur Fusion des hessischen und rheinland-pfälzischen Verbandes wurde nun durch die Gremienwahlen besiegelt.

Zock zur Seite stehen die vier Vizepräsidenten Wolfgang Kramwinkel (Innung Offenbach), Wolfram Lehnen (Innung Koblenz-Rhein-Mosel), Holm Pfeiffer (Innung Lahn-Dill) und Stefan Schmitt (Innung Südpfalz-Deutsche Weinstrasse). Komplettiert wird das Präsidium durch Marco Gretsch (Innung Fulda-Hünfeld), Thomas Klemm (Innung Simmern), Thomas Maul (Innung Gelnhausen-Schlüchtern), Christiane Noss-Flohr (Innung Neuwied), Harald Schnierle (Innung Wetterau), Ralf Stuckardt (Innung Hersfeld-Rotenburg) und Karl Trager (Innung Rheinhessen). An der Spitze des Hauptamts bleibt Hauptgeschäftsführer Hermann Hubing, der bereits in der Vergangenheit Geschäftsführer beider Verbände war und nun wiederum das Vertrauen der Delegierten erhielt.

Der hessische Präsident Reinhard Nau begrüßte die Teilnehmer in der inspirierenden Atmosphäre von Burg Schwarzenstein, sowie einige hochkarätige Gäste zur konstituierenden Mitgliederversammlung. Darunter die beiden Ehrenlandesinnungsmeister Günter Füllgraf für Hessen und Siegfried Schmitt für Rheinland-Pfalz, sowie den langjährigen rheinland-pfälzischen Geschäftsführer Günther Galla.

Nau betonte, dass die Verbände nicht aufgrund eigener Schwächen fusionieren, „sondern die beiden starken und leistungsfähigen Partner haben aus Verantwortungsbewusstsein heraus „JA“ gesagt, um in Zukunft noch bessere Leistungen für unsere Betriebe bieten zu können. Die Tischler und Schreiner in Hessen und Rheinland-Pfalz werden nicht länger getrennt marschieren, sondern wir werden unsere Kräfte bündeln, um in Zukunft gemeinsam die Interessen unseres Berufsstandes zu vertreten.“
Vom Hessischen Wirtschaftsministerium wies Axel Henkel (Abteilungsleiter Außenwirtschaft, Mittelstand, Berufliche Bildung, Technologie) darauf hin, dass der Zusammenschluss in einer Phase entstand, die durch wirtschaftliche Prosperität gekennzeichnet ist. „In einer solchen Situation eine solche Entscheidung zu treffen, das ist Weitblick und eine Entscheidung für die Zukunft, die mir Respekt abnötigt“, so Henkel.

Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, die die Fusion ebenfalls begrüßte, mahnte, mit der Zusammenführung der Verbände die Verbandsarbeit aktiv und zukunftsorientiert zu gestalten. „Nicht nur auf Herausforderungen zu reagieren, sondern aktiv selbst gestalten heißt die Devise!“

Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, ermutigte die Teilnehmer, „den eingeschlagenen Weg in eine feste Form zu gießen“ und deutete auf die Chance hin, sich zukünftig durch die Fusion noch breiter positionieren zu können.

Rainer von Borstel, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks, sprach drei Themen an, die das Handwerk beschäftigen: Sozialbeiträge und Steuern, Aufstiegsfortbildung und die Blaue Plakette. In diesem Zusammenhang rief er auf: „Lassen Sie uns gemeinsam in der Zukunft Lösungen anstreben, die auch im Interesse der Handwerksbetriebe sind!“

Konrad Steininger, Präsident des Bundesinnungsverbands Tischler Schreiner Deutschland, begrüßte die Entscheidung zur Fusion ebenfalls. Es sei der richtige Schritt, die Energien zu bündeln und die Leistung durch Synergieeffekte zu erhöhen.

Ab dem 01.01.2018 wird die Arbeit des fusionierten Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz von der Geschäftsstelle in Bad Wildungen aus gesteuert.

Quelle: leben-raum-gestaltung-rlp.de



Verantwortlich: Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Bundesverband Holz und Kunststoff
Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Schreiner Rheinland-Pfalz- Landesinnungverband für das Tischlerhandwerk