Tischler-Innung Westerwaldkreis

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Tischler-Innung Westerwaldkreis
Aktuelles







Das neue Verpackungsgesetz

Am 1. Januar 2019 tritt das Gesetz über das Inverkehrbringen, die Rücknahme und die hochwertige Verwertung von Verpackungen (Verpackungsgesetz - kurz: VerpackG) in Kraft und löst die bisher geltende Verpackungsverordnung ab. Ziele des neuen Gesetzes sind, dass Recycling von Verpackungsabfällen weiter zu steigern, mehr Transparenz zu schaffen und damit auch die Einhaltung der gesetzlichen Regelungen zu sichern.

Für welche Handwerksbetriebe gilt das neue Verpackungsgesetz? Wann treten die neuen Regelungen in Kraft?

Alle Handwerksbetriebe, die Waren verpacken und an Dritte weitergeben, fallen unter den Regelungsbereich des Verpackungsgesetzes.

Weitere Infos hier:

Quelle:  zdh.de

 


 

Thomas Radermacher wird neuer TSD-Präsident

 

Auf der Mitgliederversammlung des Bundesinnungsverbandes des Tischler- und Schreinerhandwerks haben die Delegierten am 30. November in Berlin Thomas Radermacher zu ihrem neuen Präsidenten gewählt.

Radermacher folgt auf Konrad Steininger, der nach 15 Jahren im Präsidium – zunächst als Vize-Präsident und seit 2010 als Präsident – nicht mehr zur Wahl angetreten war. In die Ära Steininger fiel unter anderem die grundlegende Modernisierung der Innungsorganisation, im Zuge derer gleich mehrere Meilensteine zur Zukunftssicherung der Branche erreicht wurden. Thomas Radermacher will an diesen erfolgreichen Weg anknüpfen und neben Errungenschaften wie der Branchenmarke Tischler Schreiner Deutschland, dem professionalisierten Nachwuchsmarketing durch die TSD-Nachwuchskampagne, dem Auf- und Ausbau der fundierten TSD-Fachliteratur-Reihe sowie der Umsetzung verbändeübergreifender digitaler Serviceleistungen insbesondere die Bereiche Technik und Normung, die politische Vernetzung und die finanzielle Ausstattung weiter ausbauen.

Der 57-jährige Tischlermeister und öffentlich bestellte und vereidigte Sachverständige aus Meckenheim bei Bonn brennt für sein Handwerk: "Mein Beruf ist meine Leidenschaft", nennt er sein Kredo in Berlin. Auch deshalb schätzt er die Arbeit seines Vorgängers und sieht den Bundesinnungsverband sehr gut aufgestellt. Kontinuität bedeutet für Radermacher aber auch kontinuierliche Weiterentwicklung: "Die Sichtbarkeit unserer Organisation nach innen und außen weiter zu erhöhen" und Kompetenzen zu bündeln, seien dabei zwei wichtige Ziele für die kommende Amtszeit.

ZDH-Präsident gratuliert persönlich und wertschätzt Zusammenarbeit

Neben Thomas Radermacher wählten die Delegierten Heino Fischer (Schleswig-Holstein) und Stefan Zock (Rheinland-Pfalz) zu ihren neuen Vizepräsidenten. Außerdem wurden Karl-Friedrich Hodapp (Saarland), Wolfgang Pflücke (Baden-Württemberg), Mario Schmidt (Mecklenburg-Vorpommern) und Matthias Winter (Niedersachsen/Bremen) ins Präsidium gewählt. Mit einem persönlichen Grußwort schloss sich auch ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer den Glückwünschen sowie den fünf Dankesreden für die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder an und bekräftigte den Stellenwert und die Bedeutung der Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks als wichtigen Mitstreiter für die Interessen des deutschen Handwerks.

Um die Belange der Branche ging es in den anschließenden Sachdiskussionen. Dabei positionierte sich Tischler Schreiner Deutschland unter anderem nachdrücklich zur Mindestausbildungsvergütung und zur Reform des Berufsbildungsgesetzes. Die Mindestausbildungsvergütung lehnt die Branchenvertretung als nicht zu akzeptierenden Eingriff in die Tarifautonomie ab. Bei der Novellierung des Berufsbildungsgesetzes setzt sich Tischler Schreiner Deutschland gegen die Abwertung des Meisterbegriffs durch akademische Wortspiele zur Wehr. Im Klartext: "Der Begriff 'Berufsbachelor' könnte den Meistertitel im Sinne von Vergleichbarkeit und akademischer Entsprechung ergänzen, aber sicherlich nicht ersetzen oder verdrängen", wird TSD-Präsident Thomas Radermacher deutlich.

Großer Dank und Ehrungen
Mit starken Emotionen, großer Dankbarkeit und Standing Ovations ehrten und verabschiedeten die Delegierten die ausgeschiedenen Präsidiumsmitglieder für ihr herausragendes Engagement. Neben Konrad Steininger (Bayern) erhielten Heinz Pütz (NRW), Karlheinz Kramer (Sachsen), Reinhard Nau (Hessen) und Anton Gindele (Baden-Württemberg) in großer Anerkennung ihrer Leistungen die TSD-Ehrennadel in Gold. Konrad Steininger wurde außerdem zum TSD-Ehrenpräsidenten und Heinz Pütz zum TSD-Ehrenvizepräsidenten ernannt.

Quelle: tischler-schreiner.de

 


 

Ausbildung schützt fast so gut vor Arbeitslosigkeit wie ein Studium

 Ein Studium ist die beste Lebensversicherung, so hieß es lange. Inzwischen schützt eine Berufsausbildung jedoch fast genauso gut vor Arbeitslosigkeit, zeigt der aktuelle OECD-Bildungsbericht: 25- bis 34-Jährige mit einer abgeschlossenen betrieblichen Ausbildung kommen in Deutschland auf eine fast genauso hohe Beschäftigungsquote (83 %) wie ihre Altersgenossen mit einem Hochschulstudium (87 %).

 "Denjenigen, die nicht studieren möchten, bieten Berufsqualifikationen einen sicheren Weg in die Beschäftigung", heißt es im Bericht "Bildung auf einen Blick" der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung). Die Statistiker haben darin Daten aus den Bildungssystemen in 35 OECD-Staaten sowie aus elf weiteren Ländern zusammengetragen. Aus Sicht des Handwerks bestätigt der Bildungsbericht erneut den hohen Stellenwert der beruflichen Bildung in Deutschland für das gesamte Bildungssystem. "Das ist nach Jahrzehnten, in denen gerade die OECD vor allem das Studium als Königsweg beruflicher Qualifizierung beworben hat, ein wichtiger Schritt hin zu mehr Wertschätzung für die berufliche Bildung in unserer Gesellschaft“, so der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH). Berufliche und akademische Ausbildung seien gleichermaßen Wege in ein später erfolgreiches und erfülltes Berufsleben. „Solange aber viele Eltern enttäuscht sind, wenn ihre Kinder kein Abitur machen und nicht studieren, so lange müssen wir weiter daran arbeiten, dass sich gerade derzeit der Weg ins Handwerk lohnt und sich dort viel erreichen und viel gestalten lässt.“

Die Autoren des OECD-Berichtes kritisieren allerdings noch immer, dass Deutschland zu wenig Absolventen im sog. Tertiärbereich – Hochschulen, Berufsakademien, Fachakademien bzw. Fachschulen – hat, zählt dazu aber erfreulicherweise und nach jahrelanger intensiver Diskussion mittlerweile nicht nur Akademiker, sondern auch gleichwertig Qualifizierte der Höheren Berufsbildung wie Meister und Techniker. Damit bestätigt die OECD, wie wichtig die Bemühungen des deutschen Handwerks um einen Berufsbildungspakt sind. "Wir brauchen endlich eine gleichwertige finanzielle Unterstützung der Höheren Berufsbildung, um auch die Karriereperspektiven der beruflichen Bildung finanziell attraktiver zu machen", fordert der ZDH.

Quelle: tischler-schreiner.de

 


 

Im Dialog mit der Bundesregierung

Jahr für Jahr übertreffen sich die Konjunkturstatistiken. Auch die Auftragslage war lange nicht so stabil wie derzeit. Reicht das, damit sich die kleinen und mittelständischen Betriebe des Tischler- und Schreinerhandwerks wirtschaftlich bestens entfalten können? Das Leben könnte so einfach sein, wenn es nur darum ginge, mit hochwertigen Produkten Kundenwünsche wahr werden zu lassen. Doch auch die Betriebsinhaber und -inhaberinnen des Tischler- und Schreinerhandwerks müssen sich mehr und mehr den hochkomplexen Aufgaben und stetig wachsenden Pflichten stellen. Das kostet Kraft, Nerven und Geld.

Viele Themen gab es zu besprechen, als die Vorstände der Landesinnungsverbände des Tischler- und Schreinerhandwerks Ende Oktober im Bundeskanzleramt mit Dr. Helge Braun, dem Bundesminister für besondere Aufgaben und Chef des Hauses, in Berlin zusammentrafen. Vor allem die steigenden Bürokratielasten und deren Kumulierung im Alltag machen den Handwerksunternehmern zu schaffen. Aufzeichnungs-, Dokumentations- und Meldepflichten seien unmöglich in ihrer Komplexität zu überblicken. Alteingesessene fühlten sich regelrecht ausgeliefert und zukünftige Jungunternehmer würden zunehmend abgeschreckt werden, so der Tenor der Landesinnungsmeister gegenüber dem Spitzenpolitiker.

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Quelle: tischler-schreiner.de

 


 

Neue Datenschutzgrundverordnung - Hilfe für Betriebe

Am 25. Mai 2018 tritt die neue Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der Europäischen Union endgültig in Kraft. Sie wird zukünftig auch in Deutschland regeln, wie Unternehmen und öffentliche Institutionen mit personenbezogenen Daten umzugehen haben.

Verständlicherweise sind dadurch auch viele Tischlerbetriebe verunsichert. Doch allen sei gesagt: Es besteht zwar Grund zum Handeln – aber kein Grund zur Panik.

Die Sach- und Rechtslage im neuen Datenschutz ist komplexer als bisher. Das bisherige deutsche Datenschutzrecht wird materiell zwar nur wenig geändert, aber zusätzlich geprägt durch ein komplizierteres Regelungsgeflecht. Bis der Umfang und die Geltung einzelner Bestimmungen für die Anwender rechtssicher bestimmt sind, wird noch einige Zeit vergehen.

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Quelle:  tischer-schreiner.de

 


 

Zur heutigen Vereinbarung der Koalitionspartner zur Dieselfrage erklärt Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH):

„Es ist gut, war aber auch längst überfällig, dass sich die Koalition auf zusätzliche Maßnahmen zur Lösung der Dieselkrise geeinigt hat. Aus Sicht des Handwerks ist entscheidend, dass die Einigung nicht lediglich sogenannte Umtauschprämien beinhaltet, sondern endlich die vom Handwerk lange geforderte Möglichkeit zur Nachrüstung dafür geeigneter Fahrzeuge geschaffen wird.

Das Handwerk appelliert an alle Beteiligten – sowohl Autohersteller als auch an Nachrüster, an Bund, Länder, Kommunen und auch die Umweltverbände, nun gemeinsam mit den gewerblichen und privaten Verbrauchern schnell den Weg freizumachen, um die im Kompromiss vereinbarten Maßnahmen gemeinsam umzusetzen. Die letzten fehlenden Zusagen der Automobilhersteller müssen in Kürze erfolgen! Auch die ausländischen Autohersteller sind aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen. Voraussetzung ist, dass das Kraftfahrt-Bundesamt ebenfalls umgehend den Weg für die gefundenen Lösungen freimacht und entsprechende Nachrüstgenehmigungen erteilt.

Zu begrüßen ist, dass schnell eine Nachrüstförderung für Nutzfahrzeuge zwischen 2,8 und 7,5 Tonnen geschaffen und vom Bund mit einer 80-prozentigen Förderung unterlegt wird, um in allen 65 Städten mit Grenzwertüberschreitungen und angrenzenden Gebieten gezielt Handwerks- und anderen Gewerbebetrieben zu helfen.

Hier kann man angesichts der leichteren technischen Machbarkeit schnell etwas erreichen. Allerdings erwartet das Handwerk auch in diesem Fahrzeugsegment, dass die Autoindustrie finanzielle Verantwortung übernimmt. Das Handwerk braucht zudem auch Lösungen für leichtere Fahrzeuge sowohl mit Lkw- und Pkw-Zulassung, da sie - Kombis und Kleintransporter - den handwerklichen Fuhrpark stark prägen.

Die bislang vorgeschlagene Lösung, dass eine Pkw-Nachrüstung nur in den 14 der am meisten belasteten Städten ermöglicht werden soll, ist für die privaten und gewerblichen Pkw-Nutzer nicht ausreichend. Um drohende Fahrverbote zu verhindern, kann es zwar durchaus sinnvoll sein, sich zunächst auf besonders betroffene Ballungsräume zu fokussieren.

Jedoch müssen auch Dieselhalter in anderen Regionen - vor allem in Hinblick auf Langstreckenpendler und Betriebe mit Fernaufträgen sowie das Kfz-Gewerbe - die Möglichkeit erhalten, Nachrüstoption zu nutzen. Diese Regionen grundsätzlich auszuschließen ist weder aus finanziellen Gründen notwendig noch aus Gleichbehandlungsaspekten angemessen. Die konkreten Förderverfahren müssen für Privatpersonen und kleinere Unternehmen bürokratiearm ausgestaltet werden, um schnell Wirkung zu entfalten.

Quelle: zdh.de





Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Westerwaldkreis

Großer Andrang herrschte bei der Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Westerwaldkreis. Verbunden mit einer Ausstellung der Gesellenstücke hatte die Innung in das Keramikmuseum nach Höhr-Grenzhausen eingeladen.

 

Viele interessierte Besucher Peter Aller, Lehrlingswart der Tischler-Innung, zur Feierstunde begrüßen. „Es ist mir eine ganz besondere Freude, euch, namens der Tischler-Innung Westerwaldkreis, aber auch persönlich, zur bestandenen Gesellenprüfung zu gratulieren. Besonders freuen sich natürlich auch diejenigen, die euch während der Ausbildungszeit mit Rat und Tat zur Seite standen. Da wäre einmal euer Ausbildungsbetrieb, der euch die notwendige Berufspraxis vermittelt hat. Dann die Berufsbildende Schule, die für die theoretische Ausbildung zuständig ist und nicht zu vergessen eure Eltern, die Euch sicherlich in manch schwierigen Situationen während der Ausbildungszeit zur Seite standen“, so Aller in seiner Laudatio. Sein Dank galt auch dem Gesellenprüfungsausschuss für die geleistete Arbeit und das ehrenamtliche Engagement.

Diesen Glückwünschen schlossen sich auch MdL Thomas Roth, Kreisbeigeordnete des Westerwaldkreises und Elisabeth Schubert, Hauptgeschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald, an.

Im Anschluss daran erhielten die Junghandwerker ihre Gesellenbriefe. Die prüfungsbesten Absolventen Benjamin Kober, Ruppach-Goldhausen (Ausbildungsbetrieb HUF HAUS GmbH & Co. KG, Hartenfels); Dario Kremer, Holzappel (Tobias Meyer, Tischlerei, Holzappel) und Jonas Steinebach, Hundsangen (Dirk Steinebach, Tischlermeister, Hundsangen) erhielten ein Präsent für ihre hervorragenden Leistungen.

Im Leistungswettbewerb „Die Gute Form“ erhielten die Absolventen Benjamin Kober, Ruppach-Goldhausen (HUF HAUS GmbH & Co. KG, Hartenfels); Dario Kremer, Holzappel (Tobias Meyer, Tischlerei, Holzappel) und Robin Held, Nisterberg (Markus Hoen, Tischlermeister, Stockhausen-Illfurth) eine Belobigung






Werte und Wertewandel in der Gesellschaft war ein Thema Tischler-Innungen führten Versammlung in Altenkirchen durch

Auch die nunmehr dritte Innungsversammlung wollten die Tischler-Innungen aus den Landkreisen Altenkirchen, Neuwied und Westerwald gemeinsam durchführen. Gastgeber der diesjährigen Versammlung war die Innung Altenkirchen mit seinem Obermeister Wolfgang Becker. Becker begrüßte die Teilnehmer auch im Namen von Obermeister Norbert Dinter (Innung Neuwied) und stellv. Obermeister Michel Baumann (Innung Westerwaldkreis) im Hotel Glockenspitze Altenkirchen.

Zu Beginn stand auf der Agenda das „Neue Bauvertragsrecht 2018“. Zu diesem Thema referierte Dieter Ehrmann, Justiziar der Handwerkskammer Koblenz. Den zahlreichen Fragen seitens der Teilnehmer stand Ehrmann Rede und Antwort. Nach einer kurzen Pause und einem kleinen Imbiss folgte der Geschäftsbericht der Obermeister, die diesen gegenüber der Versammlung zur Diskussion stellten.

„Werte und Wertewandel in der Gesellschaft“, so das Thema des Vortrags von Hans-Günter Schmidts, Vorstand der SRS e. V., Altenkirchen. Dieser tiefgreifende Vortrag sorgte für Nachdenklichkeit und Diskussionsbedarf innerhalb der Versammlung.

Obermeister Norbert Dinter nahm die Innungsversammlung zum Anlass, Wolfgang Sehnem, Vorstandsmitglied der Innung Neuwied zu verabschieden. Sehnem ist nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Vorstand ausgeschieden. In seiner Laudatio würdigte der Obermeister seinen ehrenamtlichen Einsatz. „Wolfgang Sehnem war Mitglied im Innungsvorstand und im Gesellenprüfungsausschuss seit 2002. Für sein Engagement wurde ihm 2015 die Ehrennadel der Handwerkskammer Koblenz verliehen.“

Von Seiten der Tischler-Innung des Kreises Altenkirchen gratulierte Obermeister Becker Tischlermeister Gerold Hof aus Betzdorf zum 25-jährigen Betriebsjubiläum. Im Januar 1993 ließ sich Hof in die Handwerksrolle der Handwerkskammer Koblenz eintragen, einen Monat später erfolgte die Innungsmitgliedschaft. Für die weitere berufliche Zukunft wünschte der Obermeister alles Gute sowie den nötigen wirtschaftlichen Erfolg.

Die geprüfte Jahresrechnung und der Haushaltsplan wurden von den Versammlungsteilnehmern einstimmig verabschiedet und Vorstand sowie Geschäftsführung Entlastung erteilt. Nach Erörterung weiterer Berufsstandsfragen konnte Obermeister Becker auch im Namen der Kollegen aus Neuwied und dem Westerwald mit dem Dank an alle die Versammlung beenden und lud zu einer Führung durch das Sport- und Themenhotel Glockenspitze ein, von dem reger Gebrauch gemacht wurde


 




Mängelhaftung: So wird’s fair

Zum 1. Januar 2018 tritt die von Tischlern und Schreinern langersehnte Reform der Mängelhaftung in Kraft. Wenn Handwerker einen Werkvertrag mit Verbrauchern geschlossen und die für den Auftrag verwendeten Materialien selbst eingekauft haben, haftet im Gewährleistungsfall der Lieferant sowohl für die Materialkosten als auch für die Ein- und Ausbaukosten.

"Damit unsere Tischler und Schreiner allerdings wirklich zu ihrem Recht kommen, müssen sie sich gegen unfaire AGB ihrer Lieferanten zur Wehr setzen", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner. So hatte der Gesetzgeber – entgegen der Empfehlung aus dem Handwerk – darauf verzichtet, die neuen Regeln AGB-fest zu gestalten, und damit zugelassen, dass Lieferanten die Haftung in ihren Allgemeinen Geschäfts­bedingungen (AGB) ausschließen können.

Tischler Schreiner Deutschland empfiehlt daher seinen Mitgliedsbetrieben, nur solche Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu verwenden, die dem Haftungsausschluss widersprechen. Denn bei widerstreitenden AGB geht die Rechtsprechung davon aus, dass weder die eine noch die andere gilt, sondern die gesetzliche Regelung eintritt. "Das ist zwar ein kleiner Umweg zum angestammten Recht für unsere Tischler und Schreiner, doch immer noch besser als eine langwierige juristische Auseinandersetzung im Gewährleistungsfall", sagt Martin Paukner.

"Fairer Handwerkspartner"
Mit der Initiative "Fairer Handwerkspartner" geht die Innungsorganisation noch einen Schritt weiter und fragt Lieferanten des Gewerks, wie sie ab dem kommenden Jahr verfahren werden. "Unser Ziel ist, die Angelegenheit im Konsens zu regeln", erklärt Paukner, der aber auch klarstellt: "Wir können natürlich nur die Unternehmen als faire Handwerkspartner auf unseren Internetseiten veröffentlichen, die bereit sind, auf die ungerechte Abänderung der gesetzlichen Vorschrift in ihren AGB zu verzichten."

Die Initiative befindet sich gegenwärtig in der Vorbereitung und startet in Kürze.

Quelle: tischler-schreiner.de





Ziel: Die Null-Prozess-Quote

Komplexität reduzieren, Transparenz schaffen, Gerichtsprozesse vermeiden; mit diesen Zielen hatte Tischler Schreiner Deutschland im Zuge der Verbändeallianz der Ausbaugewerke mit den Trägern der SOKA-Bau verhandelt. Nun wurde eine Verbände­vereinbarung unterschrieben, die zukünftig den Umgang mit der Sozialkasse des Baugewerbes regelt und den Schutzschirm der Innungsorganisation für ihre Mitglieder verbessert.

Zentraler Baustein der Vereinbarung ist die Vereinheitlichung der Abgrenzungssystematik für alle betroffenen Gewerke: "Entscheidend für die Abgrenzung vom Baugewerbe ist für Tischler und Schreiner die 'Mitgliedschaft' und die 'Fachlichkeit'. Wobei die Fachlichkeit für Innungsmitglieder unwiderlegbar gegeben ist, wenn diese bis zum 30. Juni 2014 in die bundesweite Innungsorganisation eingetreten waren", erklärt TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner die neue Regelung. Im Klartext: Alle Betriebe, die vor dem Stichtag Innungsmitglied waren, können von der SOKA-Bau zukünftig nicht mehr belangt werden.

Betriebe, die nach dem Stichtag Innungs­mitglied geworden sind, können nur in den Einflussbereich der SOKA-Bau fallen, wenn sie nicht von einem Tischler- oder Schreinermeister geführt werden und zugleich die Quote der im Betrieb beschäftigten Tischler/Schreiner einschließlich der Betriebs­inhaber unter 20 Prozent liegt. Treppenbaubetriebe müssen davon abweichend innerhalb von sechs Monaten in einem Kalenderjahr die 50-Prozent-Klausel erfüllen. "Gern hätten wir auch auf die Quotenregelung verzichtet, um die Abgrenzung transparenter zu gestalten", gibt Paukner zu. In jedem Fall werde man genau verfolgen, ob Mitgliedsbetriebe unter diese Regelung fallen, und sich im konkreten Einzelfall für die Betroffenen stark machen.

Von strategischem Vorteil …
… sei in jedem Fall die Stichtagsregelung, die für alle betroffenen Gewerke gelte und bei jeder zukünftigen Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen des Baugewerbes eine wichtige Rolle spiele. "Von dieser Vereinheitlichung werden wir bei der Abgrenzung zur Baubranche ebenso profitieren können wie von unserer neu geschaffenen Verbändeallianz der Ausbaugewerke", erklärt Paukner. Denn diese Allianz ziehe gemeinsam mit Tischler Schreiner Deutschland an einem Strang.

Entlastung im Streitfall
Bereits in der Präambel der Verbändeverein­barung verpflichten sich die Träger der SOKA-Bau, zukünftig im Konfliktfall immer die einvernehmliche Lösung zu suchen, und bekunden damit ihren Willen, juristische Auseinandersetzungen zu vermeiden. In der Praxis sollen mit der Einführung der sogenannten Konsultationsverfahren Betriebe im Streitfall entlastet und die angestrebte "Null-Prozess-Quote" realisiert werden können. "Ich gehe davon aus, dass wir als Servicedienstleister das Thema SOKA-Bau auch in strittigen Fällen dauerhaft aus unseren Betrieben heraushalten können", sagt Paukner.

Selbst bei Grenzfällen, die so speziell seien, dass sie nicht unter die neue Abgrenzungssystematik fielen, sei der erste vertrauensvolle Ansprechpartner immer der eigene Landesfachverband, erklärt Paukner. So hätten sich die Träger der SOKA-Bau verpflichtet, zukünftig zuerst die Verbände zu konsultieren, um Streitfragen zu schlichten. "Es ging vor allem darum, Innungsbetriebe zu schützen und zu entlasten", sagt Paukner.

Weitere Verbesserungen
Wie detailliert die Verbändeallianz der Ausbau­gewerke das Thema angegangen ist, zeigen die weiteren Verbesserungen, die aus der Vereinbarung resultieren. So wird zukünftig nicht mehr die bloße Vermutung ausreichen, ob in einem Betrieb arbeitszeitlich überwiegend baugewerbliche Tätigkeiten verrichtet werden, sondern die SOKA-Bau soll dafür die Beweislast tragen.

Darüber hinaus hat sich die Sozialkasse verpflichtet, von ihrem bisherigen automatisierten Meldeverfahren zur Winterbauumlage an die Bundes­agentur für Arbeit Abstand zu nehmen. Dabei hatte Tischler Schreiner Deutschland stets argumentiert, dass Betriebe, die nicht SOKA-Bau-pflichtig seien, auch nicht unter die Winterbauumlage fielen. "Diese Baustelle ist hoffentlich ebenfalls erledigt und damit zahlreiche nervenaufreibende und zeitraubende Verfahren für unsere Betriebe", bestätigt Martin Paukner.

"Der doppelte Stress durch die unberechtigten Forderungen der Sozialkasse und der Bundesagentur für Arbeit hatte schon etwas von einem Spießrutenlaufen für unsere Betriebe."

Zumindest eine Randnotiz wert …
… ist die Bereitschaft der Träger der Sozial­kasse, dass man zukünftig sowohl die Rückwirkung von vier auf drei Jahre verkürzen als auch die Höhe der Verzugszinsen reduzieren wolle.

Abschließend soll die neue Praxis unter Leitung des Unternehmerverbandes des Deutschen Handwerks (UDH) nach zwei Jahren erneut überprüft werden; dann werde man auch sehen, ob Nach­verhandlungen nötig seien, so Paukner, der dem Prozess eine weitere positive Seite abgewinnen kann: "Dass die für Verhandlungen mit der SOKA-Bau ins Leben gerufene Verbändeallianz der Ausbaugewerke ihre erste harte Bewährungsprobe bestanden hat, ist ebenfalls ein Versprechen an die Zukunft."

Quelle: tischler-schreiner.de





Stefan Zock einstimmig gewählt

Stefan Zock wird zukünftig die Geschicke des hessischen und rheinland-pfälzischen Tischler- und Schreinerhandwerks leiten. Im Rahmen der konstituierenden Mitgliederversammlung des neuen Fachverbandes Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz Mitte November wurde der 56-jährige Schreinermeister aus Longuich in geheimer Wahl einstimmig zum Präsidenten gewählt.

Die bereits im Juli mit überwältigender Mehrheit getroffene Entscheidung zur Fusion des hessischen und rheinland-pfälzischen Verbandes wurde nun durch die Gremienwahlen besiegelt.

Zock zur Seite stehen die vier Vizepräsidenten Wolfgang Kramwinkel (Innung Offenbach), Wolfram Lehnen (Innung Koblenz-Rhein-Mosel), Holm Pfeiffer (Innung Lahn-Dill) und Stefan Schmitt (Innung Südpfalz-Deutsche Weinstrasse). Komplettiert wird das Präsidium durch Marco Gretsch (Innung Fulda-Hünfeld), Thomas Klemm (Innung Simmern), Thomas Maul (Innung Gelnhausen-Schlüchtern), Christiane Noss-Flohr (Innung Neuwied), Harald Schnierle (Innung Wetterau), Ralf Stuckardt (Innung Hersfeld-Rotenburg) und Karl Trager (Innung Rheinhessen). An der Spitze des Hauptamts bleibt Hauptgeschäftsführer Hermann Hubing, der bereits in der Vergangenheit Geschäftsführer beider Verbände war und nun wiederum das Vertrauen der Delegierten erhielt.

Der hessische Präsident Reinhard Nau begrüßte die Teilnehmer in der inspirierenden Atmosphäre von Burg Schwarzenstein, sowie einige hochkarätige Gäste zur konstituierenden Mitgliederversammlung. Darunter die beiden Ehrenlandesinnungsmeister Günter Füllgraf für Hessen und Siegfried Schmitt für Rheinland-Pfalz, sowie den langjährigen rheinland-pfälzischen Geschäftsführer Günther Galla.

Nau betonte, dass die Verbände nicht aufgrund eigener Schwächen fusionieren, „sondern die beiden starken und leistungsfähigen Partner haben aus Verantwortungsbewusstsein heraus „JA“ gesagt, um in Zukunft noch bessere Leistungen für unsere Betriebe bieten zu können. Die Tischler und Schreiner in Hessen und Rheinland-Pfalz werden nicht länger getrennt marschieren, sondern wir werden unsere Kräfte bündeln, um in Zukunft gemeinsam die Interessen unseres Berufsstandes zu vertreten.“
Vom Hessischen Wirtschaftsministerium wies Axel Henkel (Abteilungsleiter Außenwirtschaft, Mittelstand, Berufliche Bildung, Technologie) darauf hin, dass der Zusammenschluss in einer Phase entstand, die durch wirtschaftliche Prosperität gekennzeichnet ist. „In einer solchen Situation eine solche Entscheidung zu treffen, das ist Weitblick und eine Entscheidung für die Zukunft, die mir Respekt abnötigt“, so Henkel.

Brigitte Mannert, Präsidentin der Handwerkskammer der Pfalz, die die Fusion ebenfalls begrüßte, mahnte, mit der Zusammenführung der Verbände die Verbandsarbeit aktiv und zukunftsorientiert zu gestalten. „Nicht nur auf Herausforderungen zu reagieren, sondern aktiv selbst gestalten heißt die Devise!“

Der Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, Klaus Repp, ermutigte die Teilnehmer, „den eingeschlagenen Weg in eine feste Form zu gießen“ und deutete auf die Chance hin, sich zukünftig durch die Fusion noch breiter positionieren zu können.

Rainer von Borstel, Geschäftsführer der Arbeitgeberverbände des Hessischen Handwerks, sprach drei Themen an, die das Handwerk beschäftigen: Sozialbeiträge und Steuern, Aufstiegsfortbildung und die Blaue Plakette. In diesem Zusammenhang rief er auf: „Lassen Sie uns gemeinsam in der Zukunft Lösungen anstreben, die auch im Interesse der Handwerksbetriebe sind!“

Konrad Steininger, Präsident des Bundesinnungsverbands Tischler Schreiner Deutschland, begrüßte die Entscheidung zur Fusion ebenfalls. Es sei der richtige Schritt, die Energien zu bündeln und die Leistung durch Synergieeffekte zu erhöhen.

Ab dem 01.01.2018 wird die Arbeit des fusionierten Fachverbands Leben Raum Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz von der Geschäftsstelle in Bad Wildungen aus gesteuert.

Quelle: leben-raum-gestaltung-rlp.de



Verantwortlich: Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Bundesverband Holz und Kunststoff
Kreishandwerkerschaft Rhein-Westerwald
Schreiner Rheinland-Pfalz- Landesinnungverband für das Tischlerhandwerk